Gemeindeleben - Lebendige Gemeinde

Eine neue Generation der Partnerschaft mit Lincoln/Nebraska

In den spannenden Novembertagen des Jahres 1989 besuchte uns die erste Gästegruppe der Westminister Presbyterian Church aus Lincoln/Nebraska. Wie sich unsere Welt zu damals verändert hat, konnten wir auch am Besuch einer Jugendgruppe aus Lincoln im Zeitraum vom 26. Juli bis zum 3. August 2018 feststellen.

War 1989 ein Telefonat in die USA nicht möglich und mussten wir auf den guten alten Brief (teilweise in Tschechien versandt) zurückgreifen, erfolgte die Vorbereitung und Abstimmung dieses Besuches im Jahre 2018 in nahezu Echtzeit über Internet bzw. die Sozialen Medien.

Clara-Elly Opitz hat im Vorfeld und während des Besuches sehr viel Zeit investiert und alles prima gemanagt. Was auch besonders im Vergleich zu damals auffiel, waren die guten Englischkenntnisse unserer Jugendlichen. Aber nunmehr der Reihe nach:

Pünktlich auf die Minute landeten unsere 11 Gäste aus der amerikanischen Partnergemeinde in Dresden. 9 junge Christen im Alter von 14 bis 25 Jahren wurden von zwei erfahrenen Lincolnern begleitet. Typisch Amerikaner hatten die meisten von Ihnen die USA zuvor noch nie verlassen und extra für die Reise einen neuen Reisepass erhalten.

Nach einer kurzen Verschnaufpause reisten wir gleich ins Basteigebiet, um unseren Gästen unsere wunderschöne Heimat zu zeigen. Dies ist uns auch gelungen, denn vom Besuch der Basteibrücke haben die meisten noch bei der Abreise geschwärmt.

Am nächsten Tag setzten wir noch einen Höhepunkt oben auf. Eine Führung auf der Festung Königstein und die vielen Geschichtchen von August dem Starken lassen keinen Amerikaner kalt.

Von Königstein ging es mit dem Schlauchboot auf der Elbe zurück nach Stadt Wehlen. Unsere Gäste hatten die Elbe vom Schlauchboot als kleines flaches Flüsschen erlebt und staunten umso mehr an der Hochwassermarke auf dem Wehlener Marktplatz. Am Abend dann stand im Pfarrhaus ein kulinarisches Genuss-Festival an. Die erfahrenen Köchinnen zauberten für ungefähr 35 Gäste ein Rouladen-Festessen herzu. Ein amerikanischer junger – im Wachstum begriffener – Gast schaffte es auf vier Rouladen. Deutsches Essen kommt halt in Amerika an.

Das gute Essen war eine Grundlage für den nächsten Tag, denn da stand der obligatorische Arbeitseinsatz an. Ein Teil der amerikanischen Jugendlichen und unserer Jungen Gemeinde machte sich im Pfarrgarten Lohmen nützlich, der andere arbeitete auf dem Friedhof in Stadt Wehlen.

Der Nachmittag stand den Gästen gemeinsam mit den Gastfamilien zur Verfügung. Von einem Besuch im Dresdner Dynamostadion bis zum Abend in der Dresdner Neustadt war das „individuelle Kulturprogramm“ sehr weit gefasst.

Am Sonntag, dem 29. Juli 2018, aber musste jeder wieder fit und pünktlich zum Gottesdienst in Stadt Wehlen sein. Der Gottesdienst wurde zweisprachig in Deutsch und Englisch gehalten.

Nach einem gemeindeoffenen Mittagsimbiss im Pfarrgarten durften die Gäste über die Rauensteine wandern. Nach so viel Landschaft folgte am nächsten Tag der Besuch in der Barockstadt Dresden. Frauenkirche, Brühlsche Terasse, Residenzschloss und Zwinger verfehlten ihre Wirkung nicht.

Anlass zum Gespräch über die unterschiedlichen politischen Systeme gab eine Führung durch den Sächsischen Landtag. Ähnlich waren dann die Ansichten bei der abendlichen Bibelarbeit im Pfarrgarten. Es ist immer wieder beeindruckend zu erleben, wie Gottes Botschaft über Ländergrenzen und Kontinente hinweg Menschen verbindet. Inzwischen hatte es sich auch unter den Jugendlichen der Jungen Gemeinde herumgesprochen, dass die Amerikaner da sind. Von Tag zu Tag wurde die Teilnehmerzahl größer und am Abend folgte manche sportliche Aktivität im Pfarrgarten.

Beeindruckend für unsere Gäste waren dann auch die Fahrten nach Prag und Theresienstadt- dies nicht nur wegen dem Gesehenen, sondern auch wegen der Selbstverständlichkeit des für uns möglichen Grenzübertritts. (Wie gesagt, die meisten Amerikaner waren das erste Mal überhaupt im Ausland und dann fährt man mal so nach Tschechien. Wie haben sie erst gestaunt, als noch zwei Gäste aus unserer Partnergemeinde aus Daugavpils mit hinzukamen.) Doch auch kritische Fragen unserer jungen Gäste waren zu hören: Zum Beispiel warum es so viele englische Begriffe und Firmen in Deutschland gibt?

Obligatorischer Bestandteil des Programmes ist das Kochen der Gäste als kleines Dankeschön für die Gastgeber. Ein Dankeschön gilt unserem Pfarrerehepaar, den Gasteltern und den fleißigen Frauen im Hintergrund, besonders beim Vor- und Nachbereiten der Essen. Durch ihren selbstlosen Einsatz hatte die Jugend viel Zeit zur Kommunikation und so war es nicht verwunderlich, dass beim Abschied manche Träne floss.

Was uns dann nach einer reibungslosen Rückreise aus Lincoln erreichte, waren überschwängliche Berichte einer unvergesslichen Reise. Mit Ihrer Euphorie haben die Jugendlichen eine neue Generation für die Partnerschaft angesteckt. Die nächste Generation ist bereit für die Partnerschaft – sicherlich mehr mit Handy und Computer als mit Briefen, aber voller Elan.

Jens Michel


Bericht vom Seniorinnenausflug

Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker.
(Offenbarung 15,3)

Mit diesem Tagesvers aus dem Neuen Testament haben wir unsere alljährliche Frauendienst-Fahrt am 28. August begonnen. Die wunderschöne neu renovierte Kirche in Seifersdorf bei Dippoldiswalde wollten wir dieses Jahr kennenlernen.

Bereits auf der Hinfahrt hörten wir von diesem besonderen König der Völker und durften viele seiner großen und wunderbaren Werke sehen: Die Fahrt ging durch das wunderschöne Müglitztal mit seiner herrlichen Natur und dem Schloss auf dem Weesenstein. Schließlich erklommen wir mit dem Bus die ersten Berge des Osterzgebirges und gelangten nach Seifersdorf.

Als wir die kleine Dorfkirche erreichten, wurden wir herzlich vom dortigen „Jungküster“, einem jung gebliebenen Rentner, empfangen. Wir setzten uns in die Kirchenbänke mit Blick auf den außergewöhnlichen mittelalterlichen Altar. In einem anschaulichen Vortrag des Jungküsters zur Kirche wurden wir auf die vielen Besonderheiten im Kirchenschiff und Altarraum aufmerksam gemacht, u.a. alte gotische Fresken und ein kunstvoll geschnitzter Taufsteindeckel. Schließlich richteten wir den Blick noch einmal genauer auf den bildreichen Flügelaltar, den Barbaraaltar.

Ulrike Oettel nahm uns mit hinein in die vielen gemalten und geschnitzten Lebensbilder der Heiligen, die zwischen Geschichte und Legende verkünden wollen, dass Gottes Wege, wenn auch nicht leicht, dennoch gerecht und wahrhaftig sind.

Wir erfuhren auch, wie sehr unser Jahreskreis von diesen Heiligen geprägt ist, ohne dass die meisten darum wissen – vom Valentinstag bis zu den Eisheiligen.

Im Anschluss daran waren wir in den schönen neu gebauten Gemeindesaal der Kirchgemeinde zu einer heißen Tasse Kaffee und leckerem Kuchen eingeladen. Während des Kaffeetrinkens erfuhren wir noch mehr über die nahegelegene Ruine der Barbarakapelle: aus ihr wurde womöglich der Seifersdorfer Altar gerettet, bevor sie während der Reformationszeit zerstört wurde.

Bevor wir uns wieder auf den Heimweg begaben, machten wir noch Halt an der Talsperre Malter. Wir bewunderten die über hundert Jahre alte Staumauer mit ihrer massiven Bauweise. Von ihr aus eröffnete sich uns ein schöner Ausblick über den Stausee und die bergige Umgebung.

Durch das schöne Müglitztal ging es wieder zurück nach Lohmen. Wir schlossen mit Gesang und Gebet. Nach einer erfüllten und schönen gemeinsamen Zeit hatten wir allen Grund unserem Gott zu danken, der uns so viel von seinen wunderbaren Werken und wahrhaftigen Wegen an diesem Tag gezeigt hat.

Philipp-Immanuel Albert (Vikar)


Unsere Friedhöfe

Oktober/November ist die Zeit, in der wir nicht nur unsere Gärten, sondern auch die Friedhöfe für den Winter bereiten. Laub muss gefegt werden. Wir schmücken die Gräber noch einmal für den Ewigkeitssonntag. Im letzten Jahr sprachen uns immer mal wieder Menschen an und äußerten sich sehr dankbar über den guten Zustand unserer Friedhöfe.

Diesen Dank möchte ich an dieser Stelle gern an unsere Mitarbeiter weitergeben an Uta Pangritz, die sich um die Friedhofsverwaltung kümmert, an Frank Pangritz und Herrn Neugebauer, die die Friedhöfe pflegen. Ich glaube, dass sich zur Zeit viele Menschen an der fleißigen und gewissenhaften Arbeit unserer Mitarbeiter erfreuen. Und das ist auch für uns Pfarrer und den Kirchenvorstand viel Grund zur Freude und Dankbarkeit!

Stadt Wehlen
Im Sommer hatten wir Besuch aus Lincoln. Beim Arbeitseinsatz auf dem Friedhof in Stadt Wehlen wurden die zugewachsenen Grüfte von Sträuchern, Brennesseln und hochgewachsenem Unkraut befreit sowie einige Grabstellen bearbeitet. Wenn es uns gelingen würde, die Grüfte mit Bodendeckern zu bepflanzen, dann wäre auch an dieser Stelle wieder mehr Ordnung. Aber da müssten uns die Wehlener helfen, vielleicht bei einem Arbeitseinsatz im Herbst!


Dorf Wehlen
In Dorf Wehlen mussten wir im Sommer einen Baum auf dem Friedhof notfällen! Ein großer Ast war abgebrochen, hatte aber Gott sei Dank niemanden verletzt und auch keinen Schaden angerichtet. Der Baum war krank und eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Deshalb werden auch die anderen Bäume begutachtet. In Dorf Wehlen benötigen wir im Herbst immer Hilfe, um die Laubmassen zu bewältigen. Herzlichen Dank allen, die da mit Hand anlegen!

Rathewalde
In Rathewalde hat uns die große historische Grabstätte mit den Gittern schon viel Kopfzerbrechen bereitet. Wir haben noch immer keine Lösung. Aber wir danken erst einmal Frank Pangritz, der sie von Unkraut und Vertrocknetem befreit hat!

Stürza
Die Stürzaer sind sehr zufrieden mit der guten Pflege und weil wir immer wieder gefragt werden: Die neue Anlage für die pflegevereinfachten Gräber ist längst in Auftrag gegeben.

Lohmen
In Lohmen wurden wir in letzter Zeit immer mal wieder von Grüften überrascht. Ein Urnen – bzw. Sarggrab soll ausgehoben werden, und auf einmal finden die Arbeiter eine Gruft mitten auf der Wiese oder auch an der Mauer. Wir können kein System erkennen. Aber vielleicht weiß ja einer von Ihnen mehr als wir! Dann sollten Sie uns informieren!

Im Herbst planen wir wie immer Arbeitseinsätze. Ich schreibe diese Zeilen Ende August. Da wollten wir uns noch nicht terminlich festlegen. Bitte informieren Sie sich an den Schaukästen. Wir werden die geplanten Termine für die Einsätze rechtzeitig aushängen.

Brigitte Schleinitz


Bauvorbereritungen neues Gemeindehaus

Im Herbst beginnen die Bauarbeiten im Lohmener Pfarrgelände. Wir hoffen, dass der Rohbau noch vor dem Winter fertig werden kann.

In Vorbereitung haben wir schon kräftig angefasst und die Sandsteinplatten im Hofbereich geborgen, damit sie während des Baus nicht beschädigt werden. Mit diesem Material soll auch die künftige Freifläche gestaltet werden.